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...back to the roots

Das hier ist die Geschichte der Nordenhamer Formation mit dem klangvollen Namen: "LOVEBANDITS". Lang ist's her, als ich mit meinem Freund Guido M. in seiner alten Bude in der Fuldastraße saß und wir uns überlegten ein gemeinsames Bandprojekt zu starten. Inspiriert von dem Filmtitel "Timebandits" und ständig auf der Suche nach der einen "wahren" Freundin, einigten wir uns schnell auf "Lovebandits". Da es sich um ein Zwei-Mann-Projekt handelte fanden wir es funny uns "Alex Design -n- THE LOVEBANDITS" zu nennen. Wobei Guido (alias "Rudi Rallala") am Schlagzeug die gesamten Lovebandits darstellte (der alte Schwerenöter) während ich den Gesangs- und Gitarrenpart übernahm.

Unser erster Song war: "Guido Hirschkäfer ist tot". Eine lustige Persiflage, inspiriert durch "Mein Freund der Baum", indem wir uns gegenseitig kräftig durch den Kakao ziehen. Die Nummer hat mit ihrem Wohnzimmercharme auch heute noch hohen Unterhaltungswert. Bald folgte auch "Banane", in Anlehnung an den kurzen 10 Sekunden Track: "Nane, Nane...du alte Frucht ich pell' dich" aus einem (damals) bekannten Cheech & Chong Streifen.

Damals wie heute geht es bei den LOVEBANDITS in erster Linie um kurzweilige Unterhaltung die versucht bewußt anders zu sein als der Mainstream. Auf diese Weise läßt sich der Sound der LOVEBANDITS schwer in eine Schublade stecken. Gewürzt mit einer gesunden Portion Selbstironie bringt die Band locker mal einen Schlager, einen Shanty, NDW oder ein Unplugged-Stück in Ihrer Liveperformance unter. So ist man als Besucher nie vor einer Überraschung sicher.
Auf eins sollte man sich aber einstellen: Einen fetten Teppich Party-Rock der in den Füßen kribbelt.

Unser Maskottchen ist ein Knochenherz. Es entstand als Freihandzeichnung, auf einem Bandplakat, für einen unserer ersten auswärtigen Auftritte. Ich weiß noch genau wie ich im Jugendzentrum Rodenkirchen auf derben Holzmöbeln mit einem dicken Filzstift, auf der Rückseite eines alten Theaterplakates ("Antrittsrede der Amerikanischen Päpstin"), einen Nachmittag lang, dieses Logo zeichnete. Ich übertrug das Logo meines vorherigen Bandprojektes "Blinded by Madness" (Psychoaugen) in ein Herz und legte Piratenknochen darunter. Das Konzert fand am 26.04.1991 in Bad Zwischenahn statt. 10 Jahre später bekam es den Spitznamen " Joe' " (nach Joey Ramone) in Anlehnung an unseren Achterbahn-Hit. Das Logo wird auch heute noch unverändert in der Originalversion von uns verwendet.

Als Sologitarristen nahmen wir Hartmut R. (alias "Hai Fisch") mit ins Gespann. Wir gewannen auf Anhieb den ersten Preis bei einem Talentwettbewerb und tourten eine Weile umher bis Guido, zum studieren nach Bremen verzog. Dort wohnt er auch noch heute ist nach wie vor als Vollblutmusiker aktiv, leitet ein kleines Label und tritt als Konzertveranstalter in Erscheinung. Hartmut verschlug es nach Oldenburg.

Es entstanden zwei Tapes. Einmal ein Live-Bootleg und eine 4-Track MC in Zusammenarbeit mit der IGM-Nordenham. Die Verbindung ergab sich durch meine Lehre als Werkzeugmacher. Die Stücke "Banane" von der "LIVE!" und "Caroline" von "Willkommen an Bord" gehören auch heute noch zu unserem Repertoire. Bei diesem Projekt bediente Thomas L. ("Lauschi") die Trommeln. Jörg A. war auch mit dabei.

Angereicht wurden die Tonträger immer mit kleinen Gimmicks. So gab es im Innencover der "LIVE!" z.B. einen superschrägen Comic über Mr. Ed das sprechende Pferd. In der "Willkommen an Bord" einen Beipackzettel mit einer Anspielung auf "Clockwork Orange" und einen Aufkleber.

In den nächsten Jahren ging es erst einmal darum die Band neu zu formieren. Ich arbeitete an anderen Projekten und organisierte eine handvoll Openair Konzerte. Da von der ursprünglichen Besetzung der "Alex Design -n- THE LOVEBANDITS" nicht viel übrig blieb lag " Joe' " erstmal auf Eis. Es wurden "Die Ponys" gegründet, da die neuen Mitglieder sich nicht mit der alten Mannschaft verwechseln lassen wollten. Ursprünglich wollten wir uns "Die Hengste" nennen, haben uns dann aber beim "Messen" eines besseren besonnen. Das Programm der LOVEBANDITS wurde übernommen nur der Namen hatte sich geändert. Die Band schaffte es sogar 2000 bis auf die Weltausstellung nach Hannover. Ein legendärer Auftritt unter dem größter freitragenden Holzdach Europas. Der aber nicht mit der Stammbesetzung stattfand sondern mit Thomas W. an den Sticks, ein begnadeter Drummer und damals noch bei "Bitume". Er kannte die Stücke schon von Gastauftritten. Am Bass stand Klaus W. von der Band "brathering", beide aus Oldenburg. Der beste Ponyauftritt ever. Kurz danach kam das Aus für die Huftiere. Die Formation zerfiel dann aus den üblichen Gründen: Jörg A., der Basser, der schon 1993 bei der "Willkommen an Bord" mitgewirkt hatte, verschlug es in die weite Welt, genau wie Silke D., die kurzfristig Backvocals gab und Stephan B. kämpfte sich durch Beziehungskonstrukte, die ihn voll beansprucht haben.

Ein alter Indianerspruch sagt: "Steig vom Pferd, wenn es tot ist!" Also was solls? Ich beschloß die ganze Geschichte wieder unter dem schlichten Namen "LOVEBANDITS" zu aktivieren. In mir ist ja noch leben drin und es müßte doch mit dem Belzebub zugehen, wenn es mir nicht gelänge zwei oder drei Mitstreiter, in einem Städtchen am Rande der Küste, zu gewinnen um mit ihnen einmal die Woche, in einer murkeliegen Garage, die Spinnen und Asseln mit Underground Rock zu vertreiben.

Ende 2001 starten die "LOVEBANDITS" wieder durch. Mit Thimo G. und Carsten B. wurde die Welle des Punk-Rock wieder ganz hoch angesurft. Thimo kommt ürsprünglich aus dem Death-Metal Bereich und hatte gerade nichts besseres vor. Carsten war gerade auf der Suche nach einem neuen Trommelplatz nachdem sich seine vormalige Band "Auflaufendes Abwasser" (übrigens eine Punkrock-Perle und meiner Ansicht nach die beste Band, in der Richtung, die Rodenkirchen je hervorgebracht hat) sich im selbigen aufgelöst hatte.

Pfingsten 2002 ging's ins Studio und wir nahmen unseren 6-Tracker auf. Drei Monate später stieß Michael K. (alias "Kommissar Karl Köster") dazu. Ein Multitalent, dass sich von Hip-Hop bis Metal musikalisch überall zuhause fühlt. Ein paar neue Lieder wurden zusammengeschraubt und wieder ins Studio. Thimo G. hat jetzt Familie und verzog aus beruflichen Gründen. Michael K. war schulisch mehr als eingespannt. So ergab es sich, dass wir eine super CD eingespielt hatten, hatten aber mal wieder keine Band zusammen.

Carsten kam dann auf die glorreiche Idee seinem alten Freund "Lübbe" einen Bass in die Hand zu drücken. Gute Wahl! Talent und Spielfreude sind vorhanden. Nun sind wir wieder komplett.

...und da warn sie dann wieder. Drei liebe Jungs mit nichts als Blödsinn im Kopf die angetreten sind mit ihren einmalig schönen Liedern die Herzen des Publikums zu gewinnen um ruhmreich durch die Welt zu ziehen.

----------------------------------------------------"Hey Joe' lets gooo!"

-------------------Soviel von meiner Seite. Noch viel Spaß auf unserer Homepage wünscht:

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