LOVE



...back to the roots

Die Zeit Das Burggespenst Vampirgedicht
Warten Elfentanz Standhaft sein
Amors Garten Geheimnisvoll Ilidi
Silbermond Das Männlein am Fjord Der Wind
Liebesgedicht Zappapenggedicht Lyrics by © Alex Design


Die Zeit

Die Zeit ist ein verrücktes Ding
Ich will es hier beweisen.
Weil die Zeiger an der Uhr
Ständig anders kreisen.

Bist du da sie kreisen
Wie die Mühl im Wind.
Wenn ich auf dich warte
Minuten, Stunden sind.

Soll ich nun die Zeit dafür
Lieben oder hassen ?
Ach was soll's, ich weiß es nicht
Ich kann nicht von dir lassen

 

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Warten

Sonnenwind, heißer Hauch
Eisenkugel kneift im Bauch
Blumenheere hoffnungsvoll,
Kopf verdreht, wirr und toll.

Träume, Wünsche, Musenbrot.
Schnee und Feuer, Abendrot.

 

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Amors Garten

In Amors Garten, Ort der Triebe.
Ein ewig warten, auf die Liebe.

Doch plötzlich springt sie mit Gesang
Heraus, betört mit schönem Klang

Stark und kraftvoll eh man denkt
Der Fluß des Lebens umgelenkt.
Die Krüge hoch und eingeschenkt.

Verdruß gibts hier, bei Zeiten schon
Und Hochgefühl ein selten Lohn.
Doch wer hier sucht um sich zu binden
Wird vielleicht auch mal was finden.

Dies ist natürlich jedem klar,
Der schon in Amors Garten war.

 


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Silbermond

Der Mond, er wirft sein Silberlicht
in einen See voll Sehnsucht ein.
Was meine Brust zerdrücket
ist kein Stahl und auch kein Stein.
Es ist das Pochen meines Herzens,
dass für mein Leben ficht.
Ob es die Brust zerdrücket,
das weiß ich....
das weiß ich leider nicht.

 

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Liebesgedicht

Freudentaumel.
Feuerdegen;
kalt wie Eis.
Nur noch Schatten.

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Das Burggespenst

Kuruh, des Käutzchens Silberstimme
erklingt von einer Turmeszinne.
Um Mitternacht schleicht durchs Gemäuer
ein weisser Geist ganz ungeheuer.
Hier hat sich einst in einer Nacht
des Burgherrn Liebste umgebracht.
Weil einst sie sehr geblendet war
von eines Recken Lockenhaar.

Es begann vor langer Zeit
befahl der Burgherr: Ritterstreit.
Von weit her kam die Ritterscharr
zu kreuzen Lanzen im Talar.
Ein rotes Kreuz die Brust verdeckte
ein heilig Buch im Streitwamst steckte.
Sie wollten tun was dies Buch ehrte
selbst Fleisch zerschneiden mit dem Schwerte

Bunter Stoff, das Zelt gebaut
ein jeder munter aufgetaut.
Denn wo Tuniere Trubel bringen
will keiner sich zur Ruhe zwingen.
Erschallt das Horn.
Erschallt der Ruf.
Erschallen die Fanfaren.
Weiß ein jeder weit und breit
das hier die Ritter waren.

Des Burgherrn Liebste wart nun froh,
man möge sie ergötzen.
Vom Fenster aus wollt sie nun seh'n
wie Ritter Klingen wetzen.
Unversehens flog davon,
ihr Herz was sie nie glaubte.
Zum schönen Ritter Lockenhaar
der zu dem Fenster schaute.

Da war der Burgherr unmutsvoll
als ihm dies gewahr.
Und forderte mit Wut im Bauch
zum Kampf das Lockenhaar.
Die Pferde schnaufend, glänzend Schweiß
zu weisen in die Schranken.
Den Kontrahenten, Nebenmann;
ein Kampf der Liebeskranken.

Die Lanzen splitternd, Staubgewirr,
Homage an eine Sünde.
So fiel ein Mann mit schwerem Schlag
als wenn die Zeit still stünde.
Die Burgfrau die ihn stürzen sah,
entsetzt von diesem Treiben,
stob herab den Wendelgang
um sich an ihm zu reiben.

Im Staube lag der Burgherr nun,
der Jüngling stieg vom Pferde.
"Für diese Schmach", so sprach der Herr,
"mach dich von meiner Erde."
Als kurz darauf die Liebste kam
und nur den Mann am Boden sah,
sagt sie zu ihm:"Was ist gescheh`n ?
Sahst du den schönen Jüngling geh`n?"

Da sagt der Burgherr:"Diesen Recken
ließ ich in finster Keller stecken.
Für meine Schmach mit glühend Stangen,
soll büßen er und auch mit Zangen!"
Das wollt' die Liebste garnicht glauben,
so bitter sei ihr Burggemahl.
Wo er noch nie gequält mit Schrauben
nicht einen hier im Burgental.

So stob' sie hoch zur höchsten Zinne
zu spähen nach der Lockenpracht.
Wär er gefloh'n und käm von hinne
doch sie hat ihn nicht ausgemacht.
Die Sonne tief und rot wie Blut,
so hat sie spähend nicht erkannt;
das der Stürmer ihres Herzens
im Rot am Horizont verschwand.

Mit Tränen war ihr Blick getrübt,
gar schwindlig an der Stirn die Hand.
Die Sonne ging, sie fiel herab
mit flehend flatterndem Gewand.
So war ihr Geist in Stein gefangen
im Keller suchend durch die Zeit.
Das Herz verzweifelt vor Verlangen
und spukt in die Unendlichkeit.

 

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Elfentanz

Im Kreis der Elfen
Mondenschein
Elustrer Reigen
Laß mich ein
Der Tannen Kuß, der Ferne weh
Elysiums Nacht, der Lauf des Reh

Der warme Wind
Zauberblick
Im Kreise sie tanzen
Wünsch mir Glück
Knisterndes Laub, die Zeit verrinnt
Eine Berührung, eh sie sich besinnt

Ich fange die Elfe
Oje, sie entschwindet
Nein, sie ist mein
Wie sie sich windet
Ich gehe, ich komme
Ich falle zurück
Mir bleibt nur der Gürtel
Meisterstück
Ich stehe allein

Doch morgen, ganz zärtlich
Da fang ich sie ein.

 

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Geheimnisvoll

Geheimnisvoll liegt tief verborgen
Ein Schatz in deinem sanften Blick.

Kein König könnte mehr besitzen
Und mäß sein Gold auch zwanzig Zoll.

So rein, so klar, so voller Leben
So wunderschön geheimnisvoll.

 

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Das Männlein am Fjord

Der Wintermorgen frisch und klar
stand plötzlich neben mir, eingehüllt in Lichte
Am Fjord ein Männlein, sagt: "Ist wahr,
was ich dir jetzt berichte:

Wir fuhren raus trotz Sturmgebraus
um den Termin zu halten.
Verfolgt von uns'rer Elternschar
die suchten uns zu spalten.

Der Walfisch durch die Fjorde schwamm
gemeinsam mit den Jungen.
Von weit der Sang des Wales klang,
von riesig mollbewandten Lungen.

Die Brust vibrierte durch den Bass
als ich den Laut vernommen.
All meine Kleider salzig naß,
bin ich davon gekommen.

Ein peitschend Wasser unversehns
ergriff das kleine Boot;
und schleuderte, ich mein: verstehns?,
uns alle in die Not.

Gar grausig, eine Frau, fünf Mann
begrub die kalte Woge.
Keiner hatte Westen an,
verschwanden in dem Soge.

Wär ich doch eine dieser Seeln
wärs besser mir ergangen.
Denn eines noch muß ich euch erzähln,
Moment ich stock, ich muß mich fangen.

Denn wisset diese eine Frau,
manch Träne hab ich schon vergossen,
hat an Bord, Kleid Veilchenblau,
den Ehebund mit mir geschlossen.

Mein Herz seit diesem Tage ruht,
auf diesem Meeresgrunde;
und mir ist immer ungemut
an jener Todesstunde.

Doch jedes Jahr zur gleichen Zeit
besuch ich diese Küste;
und blick aufs Wasser, dass so weit,
als wenns die Liebste wüßte.

Die Liebste hab ich nie erspäht
auch Wale keine, lange nicht.
Denken sie nun ich bin verdreht,
in meinem Stübchen brennt kein Licht?

Über hundert Jahre schon halt ich meine Wacht
und schau nach meinen Mannen.
Adieu!" zu mir, er hat gelacht.
Hob ab und flog von dannen.

 

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Zappapenggedicht

Klatsch!
Mit einem Schlag erwischt,-
klebt an der Wand die Fliege.
Sie legt verzweifelt noch ein Ei,
das landet auf der Stiege.

Peng!
Es war Silvesterfest,
ein Finger abgerissen.
Ein Arzt nähte ihn wieder an,
krank bis das Jahr verschlissen.

Zap!
Da fiel das Beil herab
und köpfte einen Sünder.
Im Krieg stirbt man als Kompliment,
beim Klang der Viertelpfünder.

Doch welcher Laut, ich weiß es nicht,
erklingt wenn Herzen brechen?
Kann es sein als wenn man tät,
die Seele sich erstechen?

Ha, ha!
Was soll's mich dauert's nicht,
ich bin ja nur der Dichter.
Und alles was dem Mund entfährt
macht fröhliche Gesichter.

 

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Vampirgedicht

Getrennt von einer schwarzen Wand
lebt einst in Transylvanias Land.
Ein greulich Ding, ein schrecklich Tier
bekannt war es wohl als Vampir.
Zur Mittagsstunde in der Nacht
hat es sich auf den Weg gemacht.
Um Lebenssaft zu rauben,
von Jungfern, Lämmern oder Tauben.

Doch tief im Holz Eusebia wohnt
im Schatten einer Fichte.
Ein zauberkluges Wurzelweib
und Retter der Geschichte.
Weil sie den Vampir niedlich fand
der nächtlich durch den Wald entschwand;
macht aus Alraunen ein Gewand
gesäumt mit Glühgewürm am Rand,
dass ihr ganz ausgezeichnet stand.

Oje, wie soll das enden,
hat er sie in den Händen.
Wird er sie wohl zerbeißen?
Den Lebensstrom entreißen?

Gar garstig wirds um Mitternacht
es weht der Wind im Kreise.
Gar düster klingt vom Wipfelbund
der Uhl gar greulich Weise:
Der Graf er sschleicht durch Tannengrund
und wird eusebia finden.
Hat er ihr leuchten Kleid gesehn
wird ihr das Leben schwinden.

Da bricht er schon durchs Unterholz
der Unhold mit den Schwingen.
Und seine Zähne blitzen auf
wie Sarazenenklingen.
Der dunkle Graf, der schwarze Abt
ist jetzt schon auf der Lichtung.
Jetzt hat er auch die Maid gesehn;
das Ende dieser Dichtung?

"Halt", schreit er, ich glaub es kaum
"Hab schöner nie gesehn,
ein Wesen dass so wunderbar
ich glaub mein Herz bleibt stehn.
Wo es doch 1000 Jahre schlüge.
Zu Staub zerfall ich, wenn ich lüge!"

"Beiß mich nicht, du Unhold, du
ich werd dir so gehören.
Den was man liebt bewahret man
und soll man nicht zerstören."

Und sie preßt aus wilden Beeren
für ihn den roten Saft.
"Nun trink er dies und murre nicht,
gibt es genauso Kraft."
"Ich geb' mich hin, reich mir den Kelch,"
spricht er schon ganz im Banne.
"Von nun an reicht dein Zaubertrunk
für die Kraft im Manne."

Nun kommt mit Saft er um die Runden
da er die schöne Hex gefunden.
Es war geheilt nach einem Jahr
der Dämon, welche Wonne.
Und da er ja der Frucht verfalln
erlebt er jetzt die Sonne.

Doch Hochzeit war im Mondenschein.
Die Lämmer warn das Brautgespann,
die Tauben warn die Gäste.
Die Uhl, sie läd zum tanzen ein
auf diesem Jubelfeste.

 

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Standhaft sein

Wer nicht kämpft der Eisenschwere
die Herzen schnell zu Boden drückt.
Wer sich nicht wehrt den Fesseln, Stricken
und nur sich beugt und kriecht und bückt.

Wie soll dann wenn im Schädelknochen
manch geistig Erbe ausgebrochen;
dieser Wicht dem Leben trotzen
wenn andre nur vor Einfalt strotzen.

Es ist nicht leicht auf dieser Welt
allein im Sumpf und ohne Geld.
Wie's niederträchtig jeden drückt
und nur wer strahlt das Volk entzückt.

Nur Ware zählt und glitzernd Blinken
da hat man Angst vor dem Versinken.

Drum hört nicht auf die Kaspernasen
die ständig um den Erdball rasen.
Nur Denken rein aus Herzensglut
und Liebe tut dir selber gut.

 

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Ilidi

In Ilidi, dem Land Träume
Mit Wundern angefüllte Räume.
Glanz und Schönheit solcher Pracht
Wie man sie sich nur ausgedacht.

Durch die Zeit ins Licht gestartet
Sitzt dort ein Mensch der auf dich wartet.
In seinem Herz ein Brand entfacht
Der die Nacht zum Tage macht.

Wo ist den dieses Wunderland?
Fragst du, es ist dir unbekannt.
Siehst du den nie zum Firmament?
Das nachts von tausend Herzen brennt?

Nur du allein kannst ihn erreichen
Strahlt voller Sehnsucht ohne gleichen.
Das hellste Licht, das dich bewacht
Das ist der Stern für dich gemacht.

 

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Der Wind

Der Wind, er weht ganz leise.
Der Morgen küßt den Tau geschwind
auf väterliche Weise.
Der Morgen geht, der Mittag naht.
Der Wind, er weht ganz leise.

Die Sonne zieht am Firmament
brennend ihre Kreise.
Der Abend senkt sich wie ein Tuch
mitsamt der Nacht, so tönt die Kund,
zärtlich mit dem Monde,
auf das halbe Erdenrund.

Der silbermonden Spiegelschein
fällt sanft mir durch das Fenster rein.
Träumend fällst nur du mir ein.

Der Wind, er weht ganz leise.

 

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